Erdgeschoss
3.Obergeschoss

The Ring

Rosenheim (D), 2018

Die Idee: THE RING!
Eine lebendige, interaktive und kommunikative Mitte für Alle zu schaffen ist das Kernziel unseres Projektes.
Dazu wird im grünen Hof eines ringförmigen Gebäudes eine Stegstruktur geschaffen, welche alle „öffentlichen“ Funktionen des Campus Rosenheim verbindet. Der Steg ist ein 3-dimensionales Erschließungssystem mit angeschlossenen Lernfunktionen, Treffpunkten, Waschsaloon mit Kiosk und Gemeinschaftsküche, Cafe, Bibliothek, Sauna, Fahrradwerkstatt, Fitnessstudio, Kino-Party-Grillpavillon, Gemeinschafts-Dachterrasse und den „privaten“ Balkonen für die Bewohner. Sämtliche Wohnmodule (Studentenwohnen und Boarding-House) befinden sich dann im eigentlichen Gebäudering und werden an diesen Steg angedockt. Der Steg wird damit zum Mittler zwischen den Wohneinheiten und dem grünen Hof. Auf dem Steg bewegt man sich dadurch ähnlich wie auf einer Dorfstraße an welcher sich sowohl öffentlichen Funktionen (Kirche, Bäckerei, Gasthaus, Rathhaus, Nahversorgung, etc.) als auch die eigentlichen Wohnhäuser befinden.Im Herzen des Steges entsteht ein kommunikatives Zentrum als Treffpunkt für alle Bewohner und Gäste der Anlage. Der Hof selbst wird mit diversen Nutzungen aus den Bereichen Lernen, Sport und „beisammen sein“ belegt und aktiviert. So entsteht ein ringförmiger Campus rund um ein lebendiges, pulsierendes und inspirierendes Zentrum – ein neuer Weg und innovativer Weg des (studentischen) Zusammenlebens soll so beschritten werden.

Der Ring
Der kompakt wirkende äußere Ring beherbergt die einzelnen Wohn- und Gemeinschaftsbereiche des Campus. Jeweils in den Eckbereichen öffnet sich der Ring nach Außen und Kontakt zwischen dem Campusinneren und seiner Umgebung entsteht. So besteht der Ring trotz seines kompakten Auftrittes eigentlich aus vier nahezu gleichwertigen Gebäudeteilen welche grundsätzlich vier verschiedene aber miteinander vernetzte Nutzungsbereiche beherbergen könnten.
Nach Osten öffnet sich der Ring großzügig in Richtung Universität und lädt zum Eintreten und Besuchen ein. Man begibt sich dann von der grünen Mitte des Hofes über den Steg zu seiner Wohneinheit oder der angestrebten Gemeinschaftseinrichtung. Enden könnte dieser Rundgang auf der großzügigen südlichen Dachterrasse im 4. Obergeschoß.

Bauweise/Konstruktion/Fassade
Aus nachhaltigkeits- und bauphysikalischen Gründen wird eine Konstruktion aus gestapelten, komplett im Werk vorgefertigten Raummodulen aus Holz favorisiert. Ebenso ist allerdings eine Modul-Hybridbauweise (Holz-Stahl-Beton) vorstellbar (Kosten).
Vor die Raummodule wird dann eine hinterlüftete Holzfassade gehängt. Diese besteht aus horizontal geschichteten, verschieden breiten Einzelbrettern. Nach oben werden die Brettbreiten immer schmaler – das Bauwerk wird damit nach oben hin leicht. Getrennt werden die einzelnen Schichten durch Horizontalfugen.
Die Stegstruktur wird selbsttragend in Beton ausgeführt und vor den Gebäudering gestellt (Bauphysikalisch entkoppelt). Die Entwässerung des Steges erfolgt über in die Stützenstruktur integrierte Fallrohre. Geländer und Absturzsicherungen werden in kostengünstiger Stahlrohrrahmenbauweise mit eingespanntem Metallgewebe errichtet.

Categories

Tags