Lageplan
Erdgeschoss
Grundriss Turm
Längschnitt
Fassadenschnitt
Ansicht Ost
Ansicht Nord

Celanese Century

Frankfurt am Main (D), 2016

Das neue Celanese – Idee und Intention
Die neue Zentrale von Celanese ist von Innen nach Außen gedacht. Im Fokus steht dabei die Realisierung von flexiblen, vielseitigen und individuellen Arbeitswelten. Ein Rundgang durch die neue Firmenzentrale soll spannend und abwechslungsreich reich sein. Die einzelnen Bereiche (Büro, Labor und Technika) des Unternehmens sollen dabei unhierarchisch und gleichwertig inszeniert werden (alles ist gleich wichtig – jeder Bereich ist gleichwertiger Leistungsträger am Unternehmenserfolg). Eine Vielzahl von horizontalen und vertikalen Wegeverbindungen mit Orientierung zu einem grünen Hof führen durch das Bauwerk. Die Vielzahl von Wegen und Verbindungen fördert Mobilität und damit Kontakt und Austausch zwischen Menschen. Daraus entsteht ein hoher Grad an informeller Kommunikation, Wir-Gefühl und Identifikation.

Das Celanese – C!
Die neue Zentrale von Celanese präsentiert sich als C-förmiger Baukörper, welcher sich rund um einen zentralen, begrünten Innenhof herum entwickelt. So entsteht ein süd-west-orientiertes grünes Zentrum, welches allen Mitarbeitern und Gästen des Unternehmens als Freifläche, Kommunikationsgarten und Kurzerholungsraum zur Verfügung steht. Die Zentrale selbst ist ein in sich zusammenhängender, kompakter Gebäudekomplex, welcher aufgrund seiner baulichen Struktur auch zukünftig extrem flexibel nutzbar ist. Der Hauptzugang befindet sich an der Nordecke des Bauwerkes, an der August-Laubenheimer Straße, also außerhalb des Hoechst-Industrieparks. Man betritt das Gebäude und trifft auf einen sehr kompakt gehaltenen Lobby-Bereich inklusive Zugangskontrolle (optimale Übersicht/Sicherheit). Vom Süden kommend (innerhalb des Industrieparks) führt ein überdachter Bereich in die gleiche Lobby.

Die Silhouette
Je nach Größenanforderung der einzelnen Nutzungseinheiten wird das Bauwerk erhöht oder etwas niedriger ausgeführt. Richtung süd-östlicher Kammbebauung werden die Fassaden geneigt, um (städtebaulich-volumetrisch) Spannung aus dieser Zone zu nehmen. Ebenso gewinnt die Celanese Zentrale an Eigenständigkeit, Selbstbewusstsein und wird deutlich Identifizierbar. Speziell aus der Außenperspektive des Industrieparks wird die Celanese-Zentrale zum Landmark.

Drei Kerne – drei Gebäudesegmente – ein in sich geschlossener Gebäudekomplex!
Der C- förmige Baukörper wird mit drei zentralen Kerneinheiten ausgestattet. Diese Kerne dienen der vertikalen Infrastrukturversorgung des Bauwerkes (Lifte/Treppen/Schächte/Atrien/etc.). Die Kerneinheiten durchdringen jeweils die gesamte Gebäudetiefe des Bauwerkes und bilden dadurch drei-vier voneinander unabhängige Gebäudesegmente.

Die Kerne: Erschließung, Verbindung, Kommunikation und Ausblick!
Die Kerneinheiten segmentieren das Bauwerk in klar ablesbare Zonen und Funktionsbereiche. Intention und Idee der Kerneinheit ist allerdings, diese zu den zentralen Kommunikationszentren des Bauwerkes werden zu lassen. So besteht jede Kerneinheit aus einem vertikalen Erschließungsbereich (inkl. Aufzüge, Fluchttreppenhaus, Schächten, etc.), einer vorgelagerten Kommunikationszone und einem vertikal verbindenden Atrium. Die gesamte Einheit orientiert sich Richtung Hof. Der Ausblick zum Grün und auf die anderen Gebäudeteile steigert das Wir-Gefühl zusätzlich. Die Kommunikationszone ist Treffpunkt, das Atrium verbindet die einzelnen Geschossebenen visuell und physisch. Dies fördert die Mobilität der Mitarbeiter, Menschen treffen sich fast zufällig, Kommunikation und informeller Austausch werden gefördert, Stapeleffekte werden vermieden.
Wünschenswert ist, die einzelnen Kernbereiche offen hin zu den anschließenden Nutzungseinheiten zu gestalten (keine Wände oder sonstige Barrieren) – größtmögliche Offenheit also! Die einzelnen Elemente der Kerneinheit können nach Wunsch konfiguriert werden (siehe Skizzen). Auch könnten die jeder Kern in einer anderen Ausführungen realisiert werden. Im Brandfall kann die gesamte Kerneinheit mittels Brandschutzvorhängen isoliert werden. Zugänge zum Fluchttreppenhaus aus allen umgebenden Nutzungseinheiten sind gegeben. Aus akustischen Gründen könnte die Kerneinheit allerdings auch mit Glas eingehaust werden.

 

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