Lageplan
M 1:500
Konzeptskizze
2. Obergeschoss
Ansicht Nord

House of Schools

Linz (A), 2020

JKU – Campus Erweiterung West

Der Campus der Johannes Keppler Universität verfügt im Norden über eine klare städtebauliche Ordnung. Hier reihen sich die einzelnen Gebäude entlang der Achse die vom Schloss Auhof bis zum LIT Open Innovation Center führt. Nähert man sich dem Campus aus südwestlicher Richtung, wirkt es als würde man ihn rückseitig betreten – städtebaulich ist keine lesbare Ordnungsstruktur zu finden.

Aus diesem Grund ergänzen wir den Campus mit einer zweiten südlichen Achse die vom Managementzentrum zum Biologiezentrum führt. Ziel ist es dabei den Campus städtebaulich auszubalancieren und kompakt zu erweitern. Diese Strategie führt zu einem äußerst geringen Flächenverbrauch und ist damit nicht nur nachhaltig gedacht sondern stellt dem Campus auch zukünftig große und zusammenhängende Reserveflächen bereit.

Der sogenannte Deich bildet das neue städtebauliche Ordnungselement im Süden des Campus. Der Deich ist Hybrid aus einer Ost-West verlaufenden klar ordnenden Erschließungsachse, ist Erholungs-, Sport- und Kommunikationsmeile, dient als Fundament und Entree für die Gebäude der Houses of Schools und beherbergt in seinem Inneren den ruhende Verkehr.

Drei schwebende Ringe legen sich über den Deich und bilden so die Bauteile des House of Schools. Die öffentlichen Bereiche der drei Bauteile werden jeweils im Sockelbereich unterhalb der schwebenden Ringe angeordnet. Im ersten Modul befindet sich die Business School, welche auf insgesamt drei Stockwerken verteilt wird.

Natürliche Materialien und eine ökologische, nachhaltige Bauweise bestimmen konstruktiv wie auch atmosphärisch unseren Vorschlag.

Einfache technische Lösungen mit einem hohen Anteil passiver Maßnahmen sind Ziel unseres Vorschlages.

Durch die Lamellen an der Fassade (passive Verschattung) und öffenbaren Fassaden/Fenster kann in den Obergeschoßen weitgehend auf eine Lüftung und Kühlung verzichtet werden bzw. diese auf ein Minimum reduziert werden.

Die Heizung erfolgt mittels Niedrigtemperatursystem, mit einfachen großflächigen Heizkörpern entlang der Fassaden. Die Verwendung von Geothermie würde sich in diesem System anbieten.

Die Dächer bieten Platz für großflächige Photovoltaikanlagen.

 

 

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