nfw!

Graz (A), 2021

Together but Separate!

Zwei Firmen – ein Eigentümer – zwei sehr unterschiedliche Unternehmenszwecke und ein Grundstück……so lassen sich in aller Kürze die Rahmenbedingen rund um die Bauaufgabe nfw! im Grazer Süden beschreiben.

So war es genau dieses Spannungsfeld zwischen den einerseits großen Unterschieden und den dennoch unverkennbaren Gemeinsamkeiten der beiden ungleichen Headquarters, welches zu einer recht simplen Gestaltungsstrategie führte: gleiche Herangehensweise bei gleichzeitiger Maximierung der Unterschiede!

Beide Bauwerke werden als geschossweise gestapelte Solitäre behandelt. Die einzelnen Geschoße werden dabei bauklotzartig abgeschnitten. Es entsteht eine vertikale Abfolge aus Gebäudevolumen und Terrassen von starkräumlicher Skulpturalität. Auch die Fensterbilder der Fassaden sind einander ähnlich: Geschosshohe Öffnungen von unterschiedlichen Größen wirken, als würden sie um jede Gebäudeebene gewickelt.

Dennoch ist ein Gebäude Schwarz, das andere Weiß, eines ist ein Büro, eines ein Gewerbeobjekt ein Gebäude schraubt sich in die Höhe, das zweite ist Flach. Zwischen den beiden wird Steppengras gepflanzt. Ein Maximum an Distanz, Zwischenraum, Souveränität und Identität entsteht. Es ergibt sich eine Art Mini-Ensemble aus zwei im Dialog stehenden Gebäuden auf einem Grundstück.

Die fast zufällig wirkenden Schnitte führen dazu, dass in jeder Gebäudeebene ein anderes Verhältnis zwischen dem Gebäudeinneren und dem als Terrasse nutzbaren Gebäudeaußenraum entsteht. Die Innenflächen werden dabei räumlich so offen wie möglich gehalten, die Außenflächen dienen als logische Erweiterung bzw. Komplettierung dieser Arbeitslandschaften.

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