Lageplan
Erdgeschoss
Schnitt
Ansicht
Konzept

Shopping Arena 1

Salzburg (A), 2015

architecture from motion
Die Shopping Arena Salzburg, eines der größten Shoppingcenter der Region Salzburg, und das erste der Stadt, sollte erweitert und modernisiert werden. Es besteht aus zwei Teilen, und liegt an der südlichen Stadtgrenze von Salzburg, auf beiden Seiten der Alpenstraße, die von Süden kommend die Hauptzufahrt zum Stadtzentrum darstellt. Eine Passage unter der Alpenstraße verbindet die beiden Teile miteinander.

Der westliche Teil wurde komplett durch einen Neubau ersetzt, der östliche Teil und die unterirdische Verbindungspassage generalsaniert.

Die Lage an der stark befahrenen Straße, aber auch das Spiel mit dem Erleben von Architektur aus der Bewegung heraus, bilden einen wesentlichen Aspekt beider Entwürfe, welche dieses Spiel auf gänzlich unterschiedliche Weise spielen:

Der Neubauteil im Westen setzt durch seine dynamische und aufregende Form ein Zeichen. Aus jedem Betrachtungswinkel erscheint er unterschiedlich proportioniert und verändert so auch den städtischen Raum an dieser Stelle.

Der gegenüberliegende, generalsanierte Bauteil schafft dies durch eine vielschichtige, subtile und mehrdeutige Oberfläche, welche den Baukörper entmaterialisiert und je nach Betrachtungswinkel verschieden erscheinen lässt.

Beide Bauteile werden mit dem Thema der Streifen bzw. Bänder überlagert. Diese bilden einerseits die visuelle Klammer des Gesamtkomplexes, können aber auch als ein Symbol für Verpackung, für Einhüllung stehen und wie ein riesiges Geschenk gelesen werden. So stellen die Bänder die inhaltliche Verbindung zur Funktion des Gebäudes – Shopping! – her.

Form und Dynamik – die neue Shopping Arena Salzburg
Am Anfang waren die Regeln: Die Form des Neubaus mit seinen Rücksprüngen, Neigungen und dem Höhenverlauf ergab sich grundsätzlich aus der konsequenten, beinahe schon übersteigerten Umsetzung der stadtplanerischen Vorgaben aus Grundstücksform, Abstandsregeln und Baufluchtlinien. In diese Outline aus Regeln wurde das Volumen gegossen.

Schnitte, Linien und Streifen: Dieses Volumen wurde an seiner Unterseite, an der Alpenstraße entlang einer wellenförmigen Linie aufgeschnitten. Dieser Schnitt folgt der formalen Logik des Volumens und unterstreicht die Dynamik des Baukörpers entlang Straße. Die so entstehenden Einschnitte bilden die Eingänge bzw. Zufahrten.

Perspektiven und Bewegung: Um eine möglichst homogene Oberfläche zu erhalten, wurde das ganze Gebäude in eine Membranfassade gehüllt. Zusätzlich wurde das Volumen mit weiteren Linien bzw. glänzenden Bändern umwickelt um die Dynamik des Baukörpers noch weiter zu unterstreichen.
Es entsteht ein dynamischer, perspektivischer, dramatischer Baukörper, welcher mit der Bewegung entlang der Alpenstraße sein Erscheinungsbild stark ändert.

Innenleben und Organisation: Das Gebäude besteht aus insgesamt 7 Geschossen – 2 unterirdischen und 5 oberirdischen. Die Verkaufsflächen erstrecken sich über 3 Geschosse vom 1.Obergeschoß bis zum 1. Untergeschoß mit der Anbindung über eine Passage unter der Alpenstraße zum bestehenden Center. Über und unter den Verkaufsgeschossen befinden sich die Parkdecks, oberirdisch sind es 3 und unterirdisch 2 Decks.
In der großzügig angelegten Mall verteilen sich Gastronomie und Event-Bereiche. Vom ersten Untergeschoß aufwärts öffnen sich Atrien – somit wird die Mall in allen Geschoßen mit natürlichem Licht durchflutet. Darüber hinaus verbinden diese Atrien die verschiedenen Mall- und Park-Ebenen sowohl visuell als auch funktional durch die eingeschriebenen Rolltreppen.

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