Lageplan
Erdgeschoss
Untergeschoss
Fassadenschnitt

Shopping Arena 2

Salzburg (A), 2014

architecture from motion
Die Shopping Arena Salzburg, eines der größten Shoppingcenter der Region Salzburg, und das erste der Stadt, sollte erweitert und modernisiert werden. Es besteht aus zwei Teilen, und liegt an der südlichen Stadtgrenze von Salzburg, auf beiden Seiten der Alpenstraße, die von Süden kommend die Hauptzufahrt zum Stadtzentrum darstellt. Eine Passage unter der Alpenstraße verbindet die beiden Teile miteinander.

Der westliche Teil wurde komplett durch einen Neubau ersetzt, der östliche Teil und die unterirdische Verbindungspassage generalsaniert.

Die Lage an der stark befahrenen Straße, aber auch das Spiel mit dem Erleben von Architektur aus der Bewegung heraus, bilden einen wesentlichen Aspekt beider Entwürfe, welche dieses Spiel auf gänzlich unterschiedliche Weise spielen:

Der Neubauteil im Westen setzt durch seine dynamische und aufregende Form ein Zeichen. Aus jedem Betrachtungswinkel erscheint er unterschiedlich proportioniert und verändert so auch den städtischen Raum an dieser Stelle.

Der gegenüberliegende, generalsanierte Bauteil schafft dies durch eine vielschichtige, subtile und mehrdeutige Oberfläche, welche den Baukörper entmaterialisiert und je nach Betrachtungswinkel verschieden erscheinen lässt.

Beide Bauteile werden mit dem Thema der Streifen bzw. Bänder überlagert. Diese bilden einerseits die visuelle Klammer des Gesamtkomplexes, können aber auch als ein Symbol für Verpackung, für Einhüllung stehen und wie ein riesiges Geschenk gelesen werden. So stellen die Bänder die inhaltliche Verbindung zur Funktion des Gebäudes – Shopping! – her.

Oberfläche und Dynamik – die revitalisierte Shopping Arena Salzburg
Der zu revitalisierende Bestand stellte anfangs ein einfaches Volumen mit unansehnlicher Fassade dar. Die vorhandene Fassade und die innere Organisation sollten im Wesentlichen unberührt bleiben, auf die beschränkte Belichtungssituation war Rücksicht zu nehmen.

Lamellen und Haut: Der bestehende Baukörper wurde mit bis zu 4m tiefen, gebäudehohen Lamellen bekleidet. Diese Lamellen erzeugen eine zweite Haut, die durch ihre Tiefe das gesamte Volumen unschärfer und weniger eindeutig erscheinen lassen.

Streifen: Auf diese Lamellen wurden – in Anlehnung an den Neubau – grau beschichtete Flächen so arrangiert und positioniert, dass diese auch von unterschiedlichen Betrachtungswinkel aus zu durchgehenden Streifen bzw. Bändern werden.

Perspektiven und Bewegung: Durch den Einsatz der Lamellen und Streifen wird eine bewegte und eindrucksvolle Oberfläche erzeugt, die ihr Erscheinungsbild mit der Bewegung entlang der stark ändert.

Innenleben und Organisation: Im Inneren wurden die Geschäftsflächen neu organisiert und gestaltet. Ein wichtiges Element dieser Erneuerung war die Verlegung des Haupteinganges – dabei wurde das Erdgeschoß außerdem mit einer großzügigen Glasfassade zum ebenfalls umgestalteten Vorplatz hin geöffnet.

Categories

Tags