Städtebauliches
Gesamtkonzept
Erdgeschoss
2. Obergeschoss
3. Obergeschoss
Schnitt-Ansicht SO

Smart City Süd

Graz (A), 2014

URBAN GARDEN

Grün- und Freiflächen bieten ein enormes Potenzial für die Entfaltung des einzelnen Bewohners und der Gemeinschaftsbildung der gesamten Nachbarschaft.

Unser URBAN Garden soll benutzbar und veränderbar sein und zum „in Besitz nehmen“ anregen.

Private Gärten, Anbauflächen für Gemüse und Ziergewächse, Bienenzucht und Honigproduktion, Gartenlauben, Gemeinschaftshäuschen, Spielflächen, Sportmöglichkeiten, befestigte Flächen für Spiel oder z.B. der Realisierung eines gemeinsamen Kunstwerkes oder Projektes, ein Marktplatz für den Verkauf des angebauten Obsts, Blumen und Gemüses  etc.  sind nur einige der Möglichkeiten welcher unser URBAN GARDEN bieten soll.

Die Organisation, Verwaltung und Erhaltung solch eines Außenraumes stellt sicherlich eine große Herausforderung dar. Selbstorganisation und Eigeninitiative sollen die Träger der Gärten sein, eventuell mit Initialunterstützung und Coaching einer etablierten Gartenbewegung. Vorbild sind die in vielen Städten entstehenden Gartenbewegungen wie z.B. der BürgerInnengarten in Wien.

Die angrenzenden Räume der FLEXI ZONE, Räume welche für Wohnen, Arbeiten, Gewerbe und Gemeinschaftsflächen nutzbar sind, begleiten und ergänzen diesen Garten.

Die SMARTNESS sehen wir in der kompletten Benutzbarkeit und Selbsterhaltung bzw. Selbstorganisation dieser Flächen welche Initiativen, Ideen und Engagement Raum gibt.

 

Smart Living! – Smart buildings!

Smart living heißt für uns nicht in erster Linie der Einsatz von High-tech!

Für uns bedeutet dies vielmehr den intelligenten Umgang mit bewährten, mit einer bunten Mischung aus architektonischen “Grundtugenden” wie:

Nachhaltigkeit, effiziente Gebäudevolumen (Volumen:Oberflächen-Verhältnis), ressourcenschonende Bauweisen, intelligente Gebäudekonstruktion und Haustechnik (ressourcenschonendes Bauen), kurze Wege, optimale Erschließungen, Einsatz von erneuerbaren Energien (Grätzelzelle), gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz, etc.,

Vielfalt und Individualität (Diversity) z.B. verschiedenste Angebote für verschiedene Lifestyles zu schaffen, Wohnen und Arbeiten kombinieren zu können, soziale Interaktion anbieten und dennoch Rückzugsbereiche schaffen, allgemein nutzbare Aktionsflächen zu schaffen, etc.,

Hohe Lebensqualität schaffen z.B. trotz Dichte optimale Belichtungen zu schaffen, Aussicht zu maximieren, Freiräume mit verschiedenen Qualitäten anzubieten (Balkone / Gärten / allgemeine Freiflächen), etc. und vor allem Flexibilität. Das heißt auch noch in Jahren Wohnkonzepte verändern zu können, Wohnungen zusammenzuschließen, Layouts und Nutzung neu konfigurieren zu können.

Das Projekt “City Garden” stellt eine bunte Mischung von unterschiedlichen gewerblichen, öffentlichen, semi-öffentlichen und privaten Funktionen dar.

All diese stehen in ständiger Interaktion mit der zentralen Idee der “Urban Gardens”, welcher das eigentliche Bindeglied der gesamten Anlage darstellt.

Dieser bietet Raum für soziale Interaktion, für aktive Lebensgestaltung (z.B. Urban Farming mit Markthalle zum Produktverkauf), ist zentrale Plattform für Integration verschiedener Lebensmodelle und Lebenssituationen (Familien, Jugendliche, Gewerbe / Handwerk, Senioren aber auch behinderte Menschen (Diakonie). Der Urban Garden ist ein  Angebot an sozialer Interaktion. Ein Gewebe aus Aktivitäten, an welchem alle Nutzer der Garden City aktiv teilhaben können.

Allerdings muss auch Rückzug funktionieren! Der Privatsphäre muss in gleichem Maß Raum geschaffen werden wie der  Partizipation, schafft daher auch Distanz.

Also: Wer möchte ist herzlich eingeladen, wer nicht möchte muss auch nicht!

Categories

Tags